Gustav Mahler:
“Auferstehungssinfonie” 2. Sinfonie

Mit seiner 2. Sinfonie, in deren Schlusssatz er F.G. Klopstocks Gedicht “Die Auferstehung” (daher der häufig verwendete Beiname “Auferstehungssinfonie”) vertonte, sprengte Gustav Mahler alle bisherigen zeitlichen und räumlichen Konventionen einer symphonischen Komposition, woraufhin J. Brahms ihn “König der Revolutionäre” nannte.
“Es klingt alles wie aus einer anderen Welt herüber. Und - ich denke, der Wirkung wird sich keiner entziehen können.” So äußerte sich Gustav Mahler über seine bis heute vielleicht beliebteste Sinfonie.
Sie wirft in klangmächtiger Sprache die wohl drängendste existentielle Frage auf: Warum hast Du gelebt? Warum hast Du gelitten?
Auch scheint es, als komponiere Mahler, um Michael Gielen zu folgen, “Erlösung nicht als Gnade, sondern als erkämpfbares Lebensziel”.